Das Internet ist heutzutage als Kommunikationsplattform nicht mehr wegzudenken und auch die zahlreichen Social Media Plattformen erfreuen sich ungebrochen starker Beliebtheit. So ist es auch längst kein neuer Hut mehr, dass sich zahlreiche Unternehmen in den Communities tummeln, um Präsenz zu zeigen und Employer Branding zu betreiben. Hierbei werden auch oftmals Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter eingesetzt. Diese können beispielsweise auf Twitter oder bei Facebook über ihre (positiven) Erfahrungen in den Unternehmen berichten. Spannend wird es dann, wenn Mitarbeiter kritische Meinungen äußern.

Durch die Einführung sog. Social Media Guidelines oder auch einer Social Media Policy, können sich Unternehmen, aber auch die Mitarbeiter selbst vor schädigenden Äußerungen schützen. Dass Guidelines jedoch keinen allumfänglichen Schutz bieten, zeigt ein Beispiel aus dem Mai diesen Jahres. Daimler ließ eine Facebookgruppe löschen, in der Mitarbeiter beleidigende Äußerungen gegenüber dem Daimler-Chef Dieter Zetsche geliked hatten. (Mehr erfahren…)

Die Eigendynamik des Internets ist dabei jedoch nicht zu unterschätzen. Die Meinungsfreiheit ist den im Netz aktiven Akteuren heilig und wenn durch Einschränkungen, Verbote oder Löschungen diese Freiheit beschnitten wird, kann das zu dem sog. Streisand Effekt führen. Dabei wird die zu unterdrückende Information, durch das (meist negative) Echo vielfach im Internet verbreitet und kann so stärker zu einer Schädigung führen, als die ursprüngliche Information selbst.

Es obliegt dem Social Media Management derartige Verstöße ausfindig zu machen (Social Media Controlling), etwaige Konsequenzen abzuschätzen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Dabei ist in allen Fällen eine ehrliche und glaubhafte Konfrontation und Kommunikation unabdingbar. Im vorliegenden Fall der Löschung ist das meiner Meinung nach Daimler sehr gut gelungen.

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