An diesem Wochenende gastierte die jobmesse® deutschland tour zum dritten Mal in Berlin. Die Mercedes-Welt am Salzufer bildete dabei die Kulisse für die rund 60 Aussteller; Grund genug für mich dort einmal vorbeizuschauen. Mit dem Ziel, die Messeaussteller auf ihre 2.0 Attraktivität hin zu prüfen, machte ich mich auf den Weg.

Location

Die Location war sehr imposant, aber für eine Jobmesse meines Erachtens nicht angemessen. Die Stände drückten sich eng an eng in den hinteren Teil der mehrstöckigen Verkaufshalle der Mercedeswelt und im Glanze der Luxuskarossen wirkten einige Gäste etwas fehl am Platz. Was wollte einem die Kulisse suggerieren? Finde einen Job, damit du dir später auch ein solches Statussymbol leisten kannst!? Abgesehenen von diesem Manko, gilt es die digitale Anzeigewand lobend zu erwähnen. In der ersten Etage fanden sog. „Fachvorträge“ à la „Was schreibe ich in die Betreffzeile meiner Initiativbewerbung?“ statt. Die Powerpointpräsentationen wurden dann über diese Anzeigewand abgespielt und konnten daher auch von den Messebesuchern im Foyer eingesehen werden.

Zielgruppe:

Laut Homepage des Messeveranstalters:

Schüler der Abschlussklassen, Studenten und Absolventen aller Fachrichtungen und Semester von Unis, FHs, Berufsakademien, Young Professionals, Professionals, Berufserfahrene, 50plus, Wiedereinsteiger, Fach- und Führungskräfte, Existenzgründer, Weiterbildungsinteressierte. Die Jobangebote sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sollten für alle Generationen und alle Qualifikationen offeriert werden.

Das hört sich erst mal sehr ambitioniert an, aber wenn man genauer im Messeflyer nachliest, wird deutlich, dass bestimmte Aussteller auch nur ein bestimmtes Klientel ansprechen. Bricht man nun also das Angebot auf diese Einschränkungen herunter, bleiben für ein special Interest nur eine Handvoll Aussteller übrig. Genau hier lag in meinen Augen auch eines der Hauptprobleme dieser Messe. Das sehr heterogene Publikum stellte die Aussteller vor die Herausforderung eine zielgruppenadäquate Ansprache zu treffen. Eine generelle Einschränkung und somit Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe hätte der Messe daher evtl. ganz gut getan.

Jobmesse 2.0

Meine Erwartungen wurden leider enttäuscht. Bis auf einen Stand, wo man mittels eines iPads Stellenanzeigen des Ausstellers im Internet durchforsten konnte, bot lediglich der Eismann Stand durch ihre interaktive Messewand einen Link zur digitalen Welt.

Fazit:

Hinsichtlich meines gesteckten Zieles, bot die Messe leider wenig Neues. Mein persönliches Highlight war daher das schöne Wetter und der damit verbundene Bummel über den naheliegenden Antikflohmarkt im Anschluss meines Messebesuches.

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