In Deutschland ist das C & R nur erlaubt, sofern der Fisch in der Schonzeit oder unter dem Schonmaß gefangen wurde. Ansonsten handelt es sich gemäß § 17 des Tierschutzgesetzes um Tierquälerei, wenn der Fisch nach dem Fang wieder freigelassen wird.

Setzt der Angler nun den gefangenen Fisch in der Schonzeit, beispielsweise innerhalb der ersten 6 Monate nach dem erfolgreichen Fang, wieder aus, gestaltet sich die rechtliche Situation für den Angler recht unproblematisch.

Unabhängig von der Schonzeit besteht jedoch die Gefahr, dass der Fisch starkem Stress ausgesetzt wird. Wenn nun dieser Fisch aufgrund Untermaßes wieder freigelassen wird, könnte dieser Fisch andere potenziell für den Angler interessante Fische vor dem Angler warnen. Kritisch wird es dann, wenn der Fisch innerhalb der Schonzeit freigelassen werden muss, obwohl es sich um einen kapitalen Fang handelt (z.B.: in „schwierigen Zeiten“).

Wie kann nun der Angler, angesichts der schrumpfenden Fischbestände, diese unfreiwillig zurückgesetzten Fische erneut von seinem Haken überzeugen, wenn sich die Rahmenbedingungen des Anglers wieder verbessern? Es ist also im Interesse des Anglers, dass der Prozess der Trennung von dem Fisch artgerecht vollzogen wird, um sich die Chance eines erneuten Fangs nicht zu verbauen.

Coming soon: Folge 5 „Doppelkarrieren“

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