Aus der Reihe “Personalmarketing meets Aushilfezettel“ heute ein Schmankerl aus den Bernauer Bahnhofspassagen. Auch hier werden händeringend Aushilfen gesucht und so nutzte ich den Einkaufsbummel um mal etwas genauer hinzuschauen. Meine Erwartungshaltung war durchaus groß, da der vergleichsweise unattraktive Standort durchaus einige pfiffige Anzeigen hätte rechtfertigen können. Leider wurden meine hohen Erwartungen nicht erfüllt. Die vorhandenen Anzeigen waren lieblos in Text, Form und Farbe gestaltet und hinsichtlich ihrer AGG-Konformität auch eher grenzwertig zu beurteilen.

Nach dem dritten Aushang fiel mir jedoch eine Bernauer Besonderheit auf. Ca. 80% der Aushänge glichen sich fast aufs Wort. Anfangs dachte ich, dass evtl. einheitliche Vorlagen zentral von der Passage vergeben wurden, aber auf Nachfragen versicherten mir die Verkäuferinnen, dass es sich bei den Anzeigen um individuelle Einzelanfertigungen handeln würde. Ein Phänomen, welches man auch bei im Bereich des Social Media beobachten kann. Anstatt eine eigene Social Media Strategie zu entwickeln, kopieren Unternehmen kurzerhand die Ideen erfolgreicher Player. Das eine solche Strategie mittelfristig nicht zum Erfolg führen kann liegt dabei auf der Hand.

Wer nun im Falle der Bernauer Bahnhofspassgen die Anzeigen von wem kopiert hat, konnte am Ende nicht aufgeklärt werden.

Fazit: Vermeintliche Best-Practice-Beispiele sind nicht immer geeignet, um als Maßstab für eigene Aktivitäten herzuhalten. Ein Blick über den Tellerrand ist daher immer ratsam. Dass es aber auch immer noch schlechter geht, zeigt aber dieses Bild:

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