Ein wesentliches Ziel des HRM ist die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. In diesem Zusammenhang spricht man vom organisationalen Commitment und unterscheidet dabei in affektives, normatives bzw. kalkulatorisches Commitment. Diese Bindungszustände können unabhängig voneinander in verschieden starker Ausprägung in jeder Person auftreten.

Das affektive Commitment ist durch eine emotionale Verbundenheit des Mitarbeiters gegenüber dem Unternehmen gekennzeichnet. Diese emotionale Zuwendung basiert auf einer starken Identifikation und Einbindung des Mitarbeiters in dem Unternehmen. Verstärkt wird diese Empfindung durch positive Erfahrungen, Erfüllung von Erwartungen, oder der Zufriedenheit mit Aufgaben, Entgelt, Zielen usw. Der Mitarbeiter verbleibt vor allem im Unternehmen weil er dies „gerne möchte“.

Das normative Commitment spiegelt sich in einer moralischen Verbundenheit des Mitarbeiters gegenüber seinem Unternehmen wider. Basierend auf dem Gefühl der „Schuld“, die auf einer konkreten (Vor-) Leistung des Unternehmens beruht, wie beispielsweise eine Aus- und Weiterbildung, verbleibt der Mitarbeiter im Unternehmen, weil er glaubt, dass er dies sollte.

Kalkulatorisches Commitment entsteht beim Mitarbeiter, wenn dieser den Nutzen, den er aus seiner aktuellen Anstellung im Unternehmen zieht, mit den Kosten möglicher Alternativen gegenüberstellt. Der Mitarbeiter verbleibt also deshalb im Unternehmen, weil der Austritt mit Kosten, wie beispielsweise dem Wegfall eines sicheren Gehalts oder dem Verlust von Freundschaften, verbunden wäre.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s