Es tut mir Leid, doch ich muss leider gestehen, es gibt Dinge auf der Welt, die sind – leider geil.

Deichkind bringen es in ihrem neuen Lied „leider geil“ auf den Punkt. Es gibt ziemlich viele Dinge, die einfach mal geil sind. Dass dabei wir selbst jedoch am geilsten sind, hat vor Deichkind und selbst Nietzsche, bereits Narziss frühzeitig erkannt. In der Moderne spiegelt sich diese Tatsache darin wider, das wir es mittlerweile sehr gut verstehen, uns im World Wide Web und besonders in den Kanälen des Social Media möglichst geil darzustellen. Wir sammeln Freundschaften posten Joberfahrungen, teilen allerhand Zeugs und liken auch mal ein Video von einem Hund der sein Geschäft verrichtet. Wir veröffentlichen diese ganzen Informationen, weil uns mehr oder minder bewusst ist, dass derartige Aktivitäten für Dritte (seien es Freunde oder Bekanntschaften) in Summe ein Bild von uns erzeugen, welches nun mal schlichtweg geil ist. Das diese Bilder nun auch Personaler recht interessant finden, belegen diverse Umfragen und Erhebungen, wie z.B. der Social Media Report HR 2010. So informieren sich Personaler im Rahmen des Recruitings durchaus, welches Bild der Kandidat von sich im Web erzeugt, sowohl in Business-Netzwerken wie beispielsweise Xing, als auch in privaten Netzwerken wie Facebook, Google+ und Co.

Schlecht für dein Karma, schlecht für die Zukunft, schlecht für den Job – doch leider geil!

Zwar gehören private Partybilder zu unserem Leben in der digitalen Welt einfach dazu (weil wir nun mal leider geil sind), aber so haben wir doch mit der Zeit gelernt, diese durch Privatsphäreeinstellungen zunächst für uns fremde Personen zu verbergen. So bekommen Personaler auf Facebook oftmals nur ein kleines Foto und evtl. noch einige Interessen von dem Bewerber zu sehen, mehr jedoch nicht. Anders sieht es aus, wenn man bereits in Lohn und Brot steht und wir uns selbstverständlich mit Kollegen und/oder dem Vorgesetzten direkt vernetzt haben. Dann tauchen doch schon mal die ein oder anderen Fotos, Likes und Kommentare auf, die zwar im privaten Umfeld ok, aber im beruflichen Umfeld eher weniger angebracht sind. Jetzt mögen einige aufschreien und sagen das Facebook schließlich ein privates Netzwerk sei, aber wer kann heutzutage bitte noch klar sagen, wo und wie im Social Media die Grenze zwischen „privat“ und „dienstlich“ zu ziehen ist? Das unser Gebaren im Social Media auch arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann, machen uns die Amerikaner schon seit längerem vor. Zu einem „Oldie“ zählt beispielsweise dieser Pinnwandeintrag:

In Deutschland sind wir Gott sei Dank noch nicht (ganz) so weit. Hierzulande wird es vor Gericht für den Arbeitgeber schwierig sein derartige Kündigungen aufrecht zu erhalten, aber wollen wir wirklich, dass es so weit kommt? Es ist nur eine Frage der Zeit, bis G+ automatisch die Protagonisten diverser peinlicher Youtube-Videos erkennt und diese mit ihren Profilen verlinkt. Bis dahin belustigen wir also weiter halbnackt-tanzend die Welt, freuen uns über millionen von Klicks, stellen Partybilder online, kommentieren unsere Jobs und bleiben … leider geil.

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  1. […] Ist das nicht sen-sa-tio-nell? Un-glaub-lich? Oder, um es mit den Worten Deichkinds auszudrücken: Leider geil? Wenn Sie hier und jetzt und heute erfahren, wie Sie mehr passende Kandidaten für Ihr Unternehmen […]

  2. […] Ist das nicht sen-sa-tio-nell? Un-glaub-lich? Oder, um es mit den Worten Deichkinds auszudrücken: Leider geil? Wenn Sie hier und jetzt und heute erfahren, wie Sie mehr passende Kandidaten für Ihr Unternehmen […]

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