Seit Ende August 2011 ist das Microjobbing-Portal Mylittlejob online. Mylittlejob ist eine Plattform für die Vermittlung von Dienstleistungen über das Internet. Studenten (die sog. Academic Workforce) bekommen hier die Möglichkeit nach erfolgreicher Registrierung Jobs wie z.B. Textbearbeitung, Erstellung von Test- und Praxisberichten, Formatierungsaufgaben, Recherchetätigkeiten etc. anzunehmen. Nach Fertigstellung erhält der Student eine Leistungsbewertung durch den Auftraggeber und eine Gutschrift des ausgewiesenen Honorars. Dieses lässt sich anschließend bequem auf ein Bank- oder Paypalkonto überweisen. (mehr dazu erfahren) Auch die Auftraggeber kommen hier auf ihre Kosten, da die Jobs schnell, unkompliziert und vergleichsweise günstig von den Studenten erledigt werden.

Nach nun gut einem Jahr seit der Gründung von Mylittejob, ist es daher an der Zeit einmal nachzufragen wie das erste Jahr so lief. Die beiden Gründer Daniel Barke und Marlon Litz-Rosenzweig standen persopeople freundlicherweise für ein kurzes Interview zur Verfügung.

persopeople: Wie haben die Studenten/Unternehmen Euren Service angenommen?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

Von Seiten der Studenten haben wir seit der Gründung des Unternehmens und unseres Geschäftsmodells ein sehr positives Feedback erhalten. Die Möglichkeit Geld von zu Hause zu verdienen und immer dann zu arbeiten, wann man gerade Zeit hat, kommt bei den Studenten sehr gut an. Wir haben in den letzten Monaten vieles verbessert, um auf die Wünsche der Studenten einzugehen und werden das auch in den nächsten Monaten weiterhin tun. Wir selbst wissen, wie schwierig es teilweise sein kann, Job und Studium miteinander zu kombinieren und wollen mit Mylittlejob den Studenten die Chance geben, sich auch während des Studiums in der Arbeitswelt weiterzuentwickeln.

Auf der Unternehmensseite war es wesentlich schwieriger den Service zu etablieren. Viele Unternehmen verstehen nicht auf Anhieb, welche Vorteile unser Angebot ihnen eigentlich bietet. Aus diesem Grund dauert es meistens einige Zeit, bis das Potential der Studenten – der Academic Workforce genutzt wird. Auch auf dieser Seite haben wir einige Verbesserungen realisieren können. Bald wird es auch eine Team-Funktion geben, sodass Unternehmen diese Studenten, mit denen sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben, direkt als Team ansprechen können. Die Unternehmen, die unseren Service jedoch regelmäßig nutzen, sind mit diesem sehr zufrieden und stellen auch auf regelmäßiger Basis neue Jobs ein.

persopeople: Werdet Ihr Euer Angebot in naher Zukunft erweitern und ist in diesem Zusammenhang evtl. auch ein Relaunch geplant?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

Wir haben für dieses Jahr noch einiges geplant. Wir sind derzeit dabei einige neue Funktionen zu testen, die den Ablauf sowohl für Studenten als auch für die Unternehmen weiter vereinfachen sollen. Ende des Jahres soll die Plattform dann auch für internationale Studenten zugänglich gemacht werden. Wir entwickeln Mylittlejob eigentlich täglich weiter, einen klassischen Relaunch wird es daher erst einmal nicht geben, es werden aber größere Änderungen noch dieses Jahr zu sehen sein.

persopeople: Wie ist es um die Qualität der eingereichten Jobs bestellt?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

Die Qualität der Ergebnisse war vor dem offziellen Start der Plattform wohl einer der größten Bedenken, die wir hatten. Besonders dann, wenn es mal schnell gehen muss und ein Arbeitgeber innerhalb weniger Studenten ein gutes Ergebnis benötigt. Nach nun etwa acht Monaten können wir mit ruhigen Gewissen sagen, dass wir uns in diesem Aspekt ziemlich getäuscht haben. Ausnahmefälle gibt es natürlich immer mal, aber das Gesamtpaket stimmt, die Qualität ist sehr zufriedenstellend.

persopeople: Mit welchen Herausforderungen hattet Ihr seit der Gründung besonders zu kämpfen?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

Die größte Herausforderung war und ist die beiden Ansichten der Studenten und der Unternehmen miteinander zu vereinen. Oft hatten wir das Problem, dass wir auf Seiten der Studenten etwas angepasst haben, was dann für die Unternehmen nicht mehr praktikabel war. Wir haben jedoch mittlerweile daraus gelernt und können gut abschätzen, welche Veränderung an der Plattform welche Einflüsse haben wird.

persopeople: Seht Ihr in Portalen wie clickworker / crowdguru oder gigalo / fiverdeal eine Konkurrenz?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

Die Portale nicht als Konkurrenzportale zu sehen wäre sicherlich falsch, denn viele Aufgaben, die über diese Plattformen abgewickelt werden, könnten auch von den Studenten auf Mylittlejob abgewickelt werden. Dennoch sehen wir sie nicht als direkte Konkurrenz, denn das was wir den Unternehmen durch Mylittlejob bieten, haben die oben genannten Plattformen nicht im Angebot. Wir legen zum Beispiel keine Preise fest, jedes Unternehmen entscheidet selbst, wie hoch der Job vergütet wird. Also rein nach dem Prinzip der freien Marktwirtschaft. Die Vorteile der freien Preisbildung stehen in jedem VWL Buch.

persopeople: Ist Eurer Meinung nach Paid Crowdsourcing / Microjobbing in Deutschland schon etabliert?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

Crowdsourcing ist ein großer Markt, der besonders in den USA bereits für viel Aufsehen gesorgt hat. In Deutschland entwickelt sich das Prinzip noch nicht so schnell wie dort, dennoch ist eine erste Tendenz zu sehen, die einen positiven Trend für die Branche aufzeigt. Für etabliert halten wir den Markt noch nicht, dafür steckt noch zu viel ungenutztes Potential in diesem Markt.

persopeople: Warum kommt Paid Crowdsourcing in Deutschland nicht so recht aus den Startlöchern?

Daniel Barke, Marlon Litz-Rosenzweig:

In Deutschland werden neue Möglichkeiten wie beispielsweise das Mikrojobbing häufiger hinterfragt, als beispielsweise in den USA. Wie bereits erwähnt haben viele Unternehmen das Potential noch nicht erkannt und bleiben weiterhin bei ihren alten Prinzipien und Vorgängen. Wir denken jedoch, dass sich der Markt in den nächsten Jahren auch in Deutschland weiter entfalten wird und auf Dauer zu einem festen Bestandteil des Arbeitsmarktes werden wird. Wir wollen mit Mylittlejob unseren Beitrag dazu leisten und noch viele Unternehmen von dem Modell und insbesondere der Academic Workfroce überzeugen.

persopeople: Herzlichen Dank für das Interview und weiterhin viel Spaß und Erfolg mit Mylittlejob!

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