Am Freitag wurden die ersten Ergebnisse der Studie „Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg“ in Berlin vorgestellt. Die Längsschnittstudie zu Entwicklungsverläufen in deutschen Betrieben wird vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), dem Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalwirtschaftslehre an der Universität zu Köln und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt.

Für die Studie wurden 1.219 Personalverantwortliche sowie 7.508 Beschäftige zu den Themen Fachkräftemangel, neue Strategien im Wettbewerb um Fachkräfte, Personalpläne, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterentwicklung, variable Vergütungs- systeme, Frauen in Führungspositionen und Work-Life-Balance befragt. Eine Zweite Befragungswelle ist für 2014 geplant.

Dr. Susanne Steffes, Senior Researcher am (ZEW): Systematisches Personal- management ist positiv mit dem Engagement der Mitarbeitenden und deren Bindung an den Betrieb verbunden. Das zeichnet sich schon in der ersten Befragungswelle der Studie ab“.

Ergebnisse im Überblick:

In den kommenden zwei Jahren erwarten durchschnittlich 60% der Betriebe Fachkräfteengpässe, steigende Lohnkosten (28%), hohe Fehlzeiten (26%) und eine Überalterung der Belegschaft (22%).

Jeder zehnte Betrieb suvariable Vergütungssystemecht auf ausländischen Arbeitsmärkten nach Fachkräften.

Nur 22% der Betriebe planten länger als drei Jahre in die Zukunft, obwohl 2/3 der befragten Betriebe einen Personalplan haben.

58% der befragten Betriebe nutzen variable Vergütungsmodelle. Teamvergütungen spielen im Vergütungsmix hingegen keine große Rolle.

Erreichbarkeit rund um die Uhr; 17% der Angestellten und 11 % der Arbeiterinnen und Arbeiter gaben an, regelmäßig in ihrer Freizeit zu beruflichen Themen kontaktiert zu werden.

42% der größeren Betriebe wollen zukünftig mehr Frauen in Führungspositionen beschäftigen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzten die Betriebe auf flexible Arbeitszeiten (47%), Teilzeitangebote für Führungskräfte (43%) und spezielle Weiterbildungen (40%).Frauen in Führungspositionen

Mindestens einmal im Jahr führen 71% der befragten Betriebe strukturierte Mitarbeitergespräche durch.

Einen deutlich höheren Frauenanteil in Führungs- positionen haben vor allem kleine und mittlere Betriebe.

Social Media zur Personalrekrutierung nutzen rund 27% der Betriebe.

Vor allem Angestellte (72%) empfinden, dass die Betriebe an ihrer Weiterentwicklung interessiert sind. Arbeiterinnen und Arbeiter (55%) empfinden dies allerdings deutlich seltener.

Weitere Ergebnisse der Studie findet ihr hier…

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