Heute gibt es ein kleines Crossover zwischen meinem Blog und meinem Job. Als Personalreferent der BIO COMPANY ist es u.a. meine Aufgabe die Filialen mit kreativen, natürlichen, engagierten und freundlichen Mitarbeitern zu besetzen.

Im September 2014 eröffnen wir eine weitere Filiale in Hamburg – St. Pauli und eigens dafür führten wir heute in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und dem FORUM Berufsbildung in Hamburg ein Job-Speed-Dating durch. In rund 5 Stunden wurden 34 Interviews geführt. Im Schnitt blieben dem Bewerber etwa 10 Minuten Zeit, um sich zu präsentieren. Dem einen ist es dabei besser gelungen, dem anderen schlechter.

Ich bin kein großer Fan von allgemeingültigen Ratgebern und beabsichtige auch nicht euch an dieser Stelle eine Top 10 oder Dos and Don’ts auflisten (davon gibt es schon mehr als genug); aber gerne möchte ich einige Gedanken mit euch teilen.

Wenn man sich als Bewerber auf solch ein Event einlässt, sollte man den Faktor Zeit auf gar keinen Fall aus den Augen verlieren. Als Arbeitgeber möchte man möglichst viele interessante Bewerber in kürzester Zeit kennenlernen, damit man am Ende aus den Vollen schöpfen kann. Als Bewerber wiederum möchte man sich während des Interviews bestmöglich präsentieren. Mein Tipp: In der Kürze liegt die Würze! Ausschweifende Lebensläufe, Wissen über die Firma (welches oft und gerne ohne Nachfrage zum Besten gegeben wird) oder Erläuterungen zu den privaten Lebensumständen kosten Zeit – Zeit die man nicht zur Verfügung hat. Mich interessiert in erster Linie: Wer sitzt dort vor mir, was bringt der Bewerber mit und was erwartet der Bewerber von mir als Arbeitgeber? Diese Informationen bekomme ich bestenfalls bereits aus der Eigenpräsentation des Bewerbers heraus, ohne selbst eine einzige Frage gestellt zu haben. Das daraus resultierende Bild wird dann mit weiterführenden Fragen geschärft und führt so zu einem Gesamteindruck vom Bewerber. Bleibt mir jedoch als Personaler keine Zeit selbst Fragen stellen zu können, kann sich auch schnell mal ein negativer Eindruck von einem Bewerber manifestieren.

Bei einem Speed-Casting ist zudem der erste Eindruck enorm wichtig. Bereits wenn der Bewerber den Raum betritt kann ein zu ungepflegtes Äußeres oder eine unangebrachte Bemerkung das technische KO bedeuten, bevor der der erste Gong überhaupt ertönt ist.
In meinen „regulären“ Vorstellungsgesprächen kann man derartige Fauxpas mit Charme durchaus wettmachen, aber in diesen 10 Minuten fehlt dafür schlichtweg die Zeit.

Daher an dieser Stelle mein Fazit bzw. Tipp zum Thema Job-Speed-Dating:

Vorbereitung ist alles, denn der erste Eindruck zählt!

Eine Antwort »

  1. […] war es wieder soweit. Nachdem wir bereits im Sommer zusammen mit dem FORUM Berufsbildung in Hamburg ein Job-Speed-Dating durchgeführt hatten, lud die […]

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